# 032 Was sage ich meiner depressiven Mutter?!

 

 

Wenn depressive Menschen in ihrem negativen Denken gefangen sind, wirken sie oft unerreichbar: Sie bestehen darauf, nichts richtig zu machen und nichts wert zu sein! Wie können wir Menschen erreichen, die in ihren negativen Meinungen so starr sind, dass sie auf keinen Fall korrigiert werden möchten? Wie können wir sie auf geschickte Weise dazu bringen, positiver über sich zu denken? Indem wir ihnen aktiv zuhören und eine wundervolle Wahrheit aussprechen!

Shownotes:

Bockig, nicht zugänglich, festgefahren in seiner Meinung, stur, nichts einsehen, auf seiner negativen Meinung beharren, obwohl sie schädlich und falsch ist. Wer seine Meinung nicht ändern und gar nicht erst hören möchte, dass er auf dem Holzweg ist, fühlt sich bedroht, wenn Du ihn/sie korrigieren möchtest. Seine Sturheit ist ein Schutz davor, Unrecht zu haben, seine „Stabilisierungsstrategie“ aufzugeben.
Das aktive Zuhören ist eine wunderbare Kommunikationstechnik, mit der Du Menschen, die unter Stress stehen, beruhigen und mit ihnen viel leichter kommunizieren kannst. Thomas Gordon hat das Aktive Zuhören in den 1960er Jahren wesentlich weiterentwickelt (ich empfehle sein Buch „Familienkonferenz in der Praxis“, dort sind viele Erfahrungen mit tausenden von Kursen eingeflossen, in denen die Methode vermittelt wurde). Mit meinen Patienten erlebe ich immer wieder, dass man mit dieser Methode Wunder bewirken kann!
Aktiv zuzuhören heißt, auszusprechen, was der andere/Gestresste erlebt. Was er empfindet, möchte oder nicht möchte bzw. befürchtet. Damit stellst Du Dich nicht gegen Dein Gegenüber (wie bei einer Korrektur oder einem Streit), sondern auf seine Seite.

Wenn Du mit dem anderen ein paar Schritte verständnisvoll mitgehst – ohne seine Meinung selbst zu übernehmen oder sie als richtig zu bezeichnen, kann er/sie Dich viel leichter als interessierten Partner sehen und nicht als „Gegner“. Dann kann er aus seiner (bockigen) Abwehrhaltung viel leichter rauskommen. Dadurch bekommt sie/er einen offenen Raum für ihre/seine Gefühle und Gedanken und kann sich zumindest verstanden und menschlich angenommen fühlen. Das ist für gestresste Menschen meist sehr entlastend, weil sie sich in ihrer Not gesehen und, wenn Du dabei freundlich und geduldig sein kannst, angenommen fühlen können.

Anschließend kannst Du einen weiteren Schritt tun: Ihnen sagen, dass Du Dir nichts vorstellen kannst, was sie jemals „abwerten“ könnte. Dass dieses Vorgehen Wunder bewirken kann, erlebe ich immer wieder mit meinen Patienten und den Menschen, die ihnen wichtig sind!

Weitere Informationen und ganz konkrete Anleitungen zu den Themen dieses Podcastes findest Du in meinem Buch „Hör auf, Dich fertig zu machen“. Und natürlich bei Instagram unter „psycho-logischundneu“, auf meiner Webseite „psycho-logischundneu.de“ und in weiteren Folgen dieses Podcastes!

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