# 016 So beruhigst Du Deinen „kindlichen Aufpasser“!

 

 

Die mächtigste Stimme in uns ist – kindlich! Und trotzdem ist sogar in der Psychologie die Rede von einem „innerer Kritiker“ oder „inneren Richter“. Diese üblichen Sichtweisen sind garantiert unzutreffend und sie verhindern, dass wir diese Instanz verstehen und uns mit ihr versöhnen. Tatsächlich entspricht diese mächtige Stimme einem Teil unseres Gehirns namens „Amygdala“ und sie tickt wie ein ängstliches Kind! Wenn wir das verstehen, können wir sie auch viel leichter beruhigen. In dieser Folge erfährst Du, wie das ganz konkret und praktisch funktioniert!

Shownotes:

Wer kennt ihn nicht? Den so genannten „inneren Kritiker“, jene rätselhafte Instanz, die so oft an uns herummäkelt und uns unter Druck setzt. „Du bist nicht schlau genug, du machst dauernd Fehler, streng dich noch mehr an!“. So kann sie uns sogar in eine Depression oder Angststörung befördern. In zwischenmenschlichen Konflikten kann sie uns zu radikalen Reaktionen auffordern („Sei immer lieb!“, „Setz dich durch, mit aller Härte!“).
Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass diese mächtige innere Stimme häufig übertreibt und nicht in der Lage ist, ihre Botschaften ohne die Hilfe des erwachsenen Ich zu überprüfen. Zudem funktioniert sie als Aufpasser, der sich nur meldet, wenn er eine Gefahr wahrnimmt – wenn wir uns sicher fühlen, ist er zuverlässig ruhig. Aus diesen Beobachtungen lässt sich ableiten, dass es sich bei dieser mächtigen Instanz um unseren „kindlichen Aufpasser“ handelt. Vollkommen logisch lässt sich belegen, dass die Vorstellung eines „inneren Kritikers“ auf einem Missverständnis beruht, das vielen Menschen im Weg steht, weil diese irrtümliche Sichtweise einen harmonischen inneren Dialog verhindert.
Mein neues und besonders logisches Verständnis psychischer Vorgänge entspricht der humanistischen Haltung, dass das scheinbar Negative in uns tatsächlich eine positive Absicht hat. Nämlich die, aufzupassen und die Durchführung von (kindlichen) Lösungsstrategien zu fordern. Aber auch neue Sichtweisen zu erlernen – wenn es uns gelingt, unseren „kindlichen Aufpasser“ zu beruhigen.
Aus diesem Ansatz ergeben sich viele Vorteile für den wohlwollenden und effektiven Umgang mit eigenen inneren Spannungen, aber auch für das Verständnis und den Kontakt mit besonders angespannten Menschen. Beziehungskonflikte können wir so viel klarer und wohlwollender verstehen – und dementsprechend auch auflösen!
Denn je mehr Du Deine Gefühls- und Gedankenwelt verstehst und je mehr Du in Deiner Gefühls- und Gedankenwelt aufräumst, umso freier wirst Du. Weil Du Deine alten Verhaltensmuster („Du musst immer lieb/stark/erfolgreich, … sein!“) mehr und mehr ablegen und die lauten und dramatischen Stimmen in Dir mehr und mehr beruhigen kannst.
So wird das innere „NEIN!“ in Dir leiser, das tiefe innere „JA!“ wird deutlicher und im wahrsten Sinn des Wortes selbst-verständlicher. Durch die zunehmende Ruhe kannst Du die leisen Töne und Schwingungen in Dir viel leichter und klarer wahrnehmen – eine wichtige Voraussetzung, um Dein inneres Kind, aber auch die tiefe und erfüllende Stille eines spirituellen Bewusstseins in Deinem Alltag zu erleben.
Hinweise zur konkreten und praktischen Anwendung meiner Methoden findest Du auf meiner Webseite unter „Downloads“. Dort findest Du auch ein Audio, in dem ich zu Deiner kindlichen Aufpasserin – oder eben Deinem kindlichen Aufpasser – spreche. 
Weitere Informationen und ganz konkrete Anleitungen zu diesen Themen findest Du in meinem Buch „Hör auf, Dich fertig zu machen“. Und natürlich bei Instagram unter „psycho-logischundneu“, auf meiner Webseite „psycho-logischundneu.de“ und in weiteren Folgen dieses Podcastes!

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