# 036 PSYCHO NERVT! 2. „Mein inneres Kind kann mich mal!“

 

 

Maja hat eine Menge mitgemacht: Essstörungen, Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung, jahrzehntelang Stress, Selbstzweifel und unterdrückte Traurigkeit. Kein Wunder, dass sie sagt „Es muss doch auch mal gut sein mit den miesen Gefühlen!“. Ebenso ist es kein Wunder, dass sie verschiedene Strategien entwickelt hat, um ihren „schlechten“ Gefühlen zu entkommen: Magersucht, Bulimie, Alkoholabhängigkeit. Wie sie aus ihrem Teufelskreis der Traurigkeit und Verdrängung herauskommt, erfährst Du in dieser Episode!

Shownotes:

Das innere Kind steht für unsere kindliche Lebensfreude und Ausgelassenheit – was für wunderbare Zustände! Andererseits steht unser inneres Kind – und natürlich auch unsere/r innere Jugendliche/r – für unsere traurige Seite. Diese Traurigkeit kann durch blöde Ereignisse ausgelöst und dann durch Trost aufgelöst werden. Viele Menschen leiden allerdings unter einer tiefen Traurigkeit, die sie nicht verstehen und auch nicht auflösen können. Logischerweise verdrängen sie dann ihre Traurigkeit. Soweit es geht …
Traurigkeit und Verdrängung können sich aber zu einem üblen Teufelskreis und einer Melancholie entwickeln, aus denen einige Menschen jahrzehntelang nicht herauskommen! Warum ist das so?! Warum leiden so viele Menschen unter ihrer nicht enden wollenden Traurigkeit?! Weil sie ihre Traurigkeit nicht verstehen und weil sie keinen Plan haben, wie sie sie auflösen können.
Maja hat genau das erlebt: Als sie 12 Jahre alt war, waren ihre Traurigkeit, Selbstzweifel und Ohnmacht extrem. Warum war das so? Kurz gesagt: Weil niemand in ihrer Familie gelernt hatte, wie ein guter und tiefer Trost funktioniert! Schließlich machte Maja eine Entdeckung: Wenn sie all ihre Gedanken auf ein bestimmtes Thema fokussierte, konnte sie ihre Traurigkeit unterdrücken. Ihr Thema: Ihr Körpergewicht kontrollieren und so weit wie möglich vermindern! Nach der Magersucht kam die Bulimie und seit 10 Jahren trinkt Maja Alkohol, um ihre Traurigkeit zu verdrängen. Sie weiß natürlich, wie schädlich das ist. Aber die Angst vor der tiefen Traurigkeit ihrer inneren Jugendlichen ist immer wieder größer … Bis sie in unserem Gespräch entdeckt, wie sie mit einem vollkommen psycho-logischen und neuen Blick nicht nur ihre Angst überwinden, sondern auch ihre innere Jugendliche trösten kann!

Ablauf:
1:45 Maja möchte ihrem inneren Kind nicht zuhören, wenn es ihr schlecht geht. Seit sie 12 Jahre alt ist, kennt sie heftige Selbstzweifel.
7:00 Maja steht erfolgreich und selbstbewusst in ihrem Leben, sie hat viel Anerkennung bekommen. Von der Traurigkeit der kleinen Maja möchte sie allerdings nichts wissen.
10:30: Um die jahrzehntelange Ablehnung der eigenen Traurigkeit zu überwinden, braucht man erstmal ein stimmiges Konzept!
11:30 Das Bild des schwarzen Loches ist abschreckend. Hier meine bessere Alternative: Das Bild der Stacheln in der Seele.
15.10: Wer hat die Stacheln in der Seele, die kleine oder die jugendliche Maja?
15:30 Mit der jugendlichen Maja will die Erwachsene nichts zu tun haben, weil sie zu viele Sorgen hat.
16:00 Mit mir zusammen kann sich Maja vorstellen, mit ihrer Jugendlichen Kontakt aufzunehmen. Wichtig zu sehen: Die Jugendliche hatte Probleme, sie war aber nicht das Problem!
18:30 Die Jugendliche ist 16-17 Jahre alt. Und sie ist skeptisch!
19:10 Warum sich Maja nach so langer Zeit der Angst jetzt auf die Traurigkeit der Jugendlichen einlassen kann: Weil sie ein erstmals gutes Verständnis hat.
Die Idee des schwarzen Loches ist anschreckend, die Idee der Stacheln in der Seele sind es nicht. Maja und ihre Jugendliche bekommen etwas Hoffnung.
23:15 Der Sinneswandel: Maja sagt zu ihrer Jugendlichen „Auf jeden Fall möchte ich Dir helfen!“
24:30 Wer ist die Jugendliche überhaupt, wenn sie nicht das Problem ist?! Bei näherem Hinsehen ist klar: Sie hat ein sehr liebenswertes Wesen!
28:30 Unsere Schutzstrategien sind „lauter“, sie sind aber nicht das Wesen an uns.
30:30 Die Warum-Frage. Und meine Antwort: Die Ursache der psychischen Probleme ist die tragische Unwissenheit der Eltern.
34:50 So wohlwollend ist die Jugendliche vielleicht noch nie gesehen worden.
37:00 Die „verlorene Jugend“ kann Maja niemand zurückgeben. Aber heute und in Zukunft kann die Jugendliche sich gemeinsam mit der Erwachsenen entfalten.
40:00 Die Hoffnung ist größer, die Skepsis ist noch da – aber kleiner geworden, weil die erwachsen Maja eine viel klarere Sicht auf all die Probleme der Jugendlichen hat!
41:50 Noch eine Verstärkung für das gegenseitige Vertrauen der Erwachsenen und der Jugendlichen.
43:50 Das hilft gegen das „schwarze Loch“: Du kannst es mit Wahrheiten zuschütten!
48:00 Ganz wichtig: Üben nicht nur im Stressfall, sondern immer wieder genießen, dass Du eine so positive Jugendliche in Dir hast!  

Weitere Informationen und ganz konkrete Anleitungen zu den Themen dieses Podcastes findest Du in meinem Buch „Hör auf, Dich fertig zu machen“. Und natürlich bei Instagram unter „psycho-logischundneu“, auf meiner Webseite „psycho-logischundneu.de“ und in weiteren Folgen dieses Podcastes!

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